Berufsbild Software Tester*in

Coden ist Silber, Testing ist Gold.

Wo Menschen coden, entstehen Fehler – und damit ist der Software Tester (m/w) typischerweise nicht weit. Als unabdingbares Mitglied der meisten Entwicklerteams sorgt er dafür, dass die steigenden Kundenansprüche stets erfüllt werden. Dazu konzipiert er Tests und hat bei anfänglichen Unit-, Integrations- und Systemtests sowie Abnahmetests beim Kunden das Zepter in der Hand. Dabei ist der Software Tester nicht nur in der Black Box unterwegs, sondern legt beim White-Box-Testing auch selber Hand an den Code. Das Toolset des typischen Software Testers enthält dabei je nach Sprache etwa Selenium und SoapUI für (automatisiertes) Webtesting, Test Studio und Eggplant für GUI-Tests sowie Unit-Testing-Frameworks wie JUnit oder PHPUnit.

Technologien

  • variabel, häufig Java, PHP, SQL

Auch oft Voraussetzung

  • Skriptsprachen
  • Zertifikate

Häufig verwendete Tools

  • Selenium, SoapUI
  • Test Studio, Eggplant
  • JUnit, PHPUnit

Mögliche Methoden

  • Testkonzeption und Input für “Quality by Construction”
  • White-Box-Tests
  • Black-Box-Tests
  • Unit-, Integrations, System-, Last- und Abnahmetests
  • Abstimmung verschiedener Tests
  • Testautomatisierung
  • Reports

Wissenswert

  • Gehaltsbereich: 21.000 € bis 60.000 €
  • angrenzende Bereiche: IT Projektmanager, Release Manager
  • bis heute hat das ISTQB knapp 400.000 Zertifikate vergeben – steigende Kundenansprüche sorgen für Zukunftssicherheit

Typische Aufgaben eines Software Testers

  • Test-Konzeption
  • Unittests, Integrations- und Systemtests sowie Lasttests
  • Abnahmetests bei den Kunden
  • häufig angepeilt: maximale Test-Automatisierung
  • Abstimmung der von Entwicklern geschriebenen Tests aufeinander
  • neue Testfälle systematisch weiterentwickeln
  • Überprüfung der Testabdeckung von Neu- und Weiterentwicklungen
  • Lasttests
  • oft auch eigenes Scripting
  • Reporting der Ergebnisse
  • Qualität von Anfang an durch Quality by Construction-Prinzip

Typische Anforderungen an einen Software Tester

  • ein Hochschulabschluss ist oft optional, aber gern gesehen
  • deutlich wichtiger: erste Berufserfahrung
  • breites Informatikwissen sowie Grundlagen aus der theoretischen Informatik
  • auch geniale Autodidakten sind häufig gerne gesehen
  • Kenntnisse mit (SQL-)Datenbanken
  • Umgang mit Unix, Script- und Programmiersprachen
  • Beherrschung der gängigen Test- und Produktpalette (Selenium, SoapUI, Test Studio, eggplant, JUnit, PHPUnit)
  • Interesse an Prozess- und Produktverbesserung

Wird teilweise auch gern gesehen

  • Zertifikate (etwa ISTQB Certification)
  • Vorerfahrung im Konfigurationsmanagement

Damit komplexe Software nicht bei einer falschen Codezeile oder einem Super-DAU sofort wie ein Kartenhaus in sich zusammenbricht, ist ein kompetenter Software Tester (m/w) unabdingbar. Sind Programme und Tests schon konzeptuell aufeinander abgestimmt, ist der Erfolg quasi vorprogrammiert – hier tritt der typische Software Tester für eine maßgeschneiderte Einpassung ein. Damit nicht dauerhaft alles manuell geprüft werden muss, steht für viele Unternehmen zudem die Automatisierung der Tests im Mittelpunkt.

Die spezifischen Testebenen sind dabei der Unittest (auch Modultest), bei dem einzelne Komponenten auf Ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden, der Integrationstest, bei dem die Zusammenarbeit der verschiedenen Units geprüft wird, sowie der Systemtest. Bei diesem wird die komplette Testumgebung mit Testdaten gefüttert und noch einmal generell überprüft. Ist damit auf Entwicklungsseite alles unter Dach und Fach, überprüft der klassische Software Tester (m/w) oft auf Kundenseite die Deckungsgleichheit von Software und Anforderungen in Akzeptanz- respektive Abnahmetests. Am Wegrand erspähte Redundanzen oder Spaghetticode wird in dem Prozess ebenso ausgebügelt.

Fazit: Für einen Optimisten ist das Glas halb voll. Für einen Pessimisten ist das Glas halb leer. Für einen Software Tester ist das Glas doppelt so groß wie nötig.

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