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Responsive Design für nextlevel.de – ein erstes Fazit

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Nach dem großen Relaunch im Februar haben wir nun auch den zweiten großen Schritt getan und nextlevel.de für mobile Endgeräte optimiert. Recht kurzfristig haben wir uns dazu schließlich gegen eine separate mobile Seite und für Responsive Design entschieden. Hier folgt ein erstes Fazit sowie Eindrücke aus der Umsetzungsphase.

Mobile Startseite von nextlevel.de

Die Umsetzung

Während der Umsetzungsphase haben sich wieder zwei wesentliche Grundsätze bewahrheitet. Erstens, ein gut durchdachtes, wirklich ausgefeiltes Konzept trägt dich über 70 % des Weges. Zweitens, die Möglichkeit, von diesem Konzept abzuweichen, wenn es nötig wird, liefern die letzten 30 % zum Erfolg. Der zweite Punkt schließt die Möglichkeit der agilen Entwicklung, schnell zu reagieren, mit ein und setzt die vielbenannten “flachen Hierarchien” im Team ebenso voraus wie Mitarbeiter, die im Zweifel mitdenken und auf den Punkt zuarbeiten können. In so einem Workflow, der von chronischem Zeitdruck bis hin zur Entstehung zeitlicher Wurmlöcher (nach 9 kommt 14 Uhr und zwischen 15.30 und 20 Uhr vergeht maximal eine halbe Stunde) geprägt ist, fließen auch bisweilen ganze Aufgabenbereiche ineinander. So kann auch schon einmal der Entwickler zum Konzepter werden und der Produktmanager sucht ehe er sichs versieht nach JavaScript-Lösungen zur Verhinderung von Mouse-Over-Effekten bei Touchscreen-Geräten. Plötzliche Verzweiflungsanrufe beim Designer “Wir haben den gesamten Bereich X umgeschmissen, du musst da nochmal ran. Die Entwürfe brauche ich in 3 Stunden” sind natürlich inklusive. Das alles lohnt jedoch die Mühe und so platt es klingen mag, erst die unverhofft aufgetretenen Probleme sind am Ende die Herausforderungen, durch die man erfährt, was man mit einem Team so alles im Griff haben kann.

Entscheidung zum Responsive Design

Die Entscheidung zum Responsive Design fiel bei uns recht kurzfristig. Der erste Gedanke war, eine separate mobile Seite einzurichten, da wir den mobilen Auftritt gegenüber der Desktopversion deutlich reduzieren wollten. Für uns war bei allen Pros und Cons für die eine oder andere Variante schließlich der Vorteil der optimalen Viewportnutzung ausschlaggebend. Will man die Herausforderung der stetig wachsenden Bildschirmauflösungen annehmen, bleibt hier nicht viel zu überlegen. An der Idee eines reduzierten Auftritts für Smartphones haben wir dennoch festgehalten. Nur die wesentlichen Funktionen Job-/Projektsuche, Bewerbung und Einrichtung eines Feeds bzw. der Job-/Projektagenten werden ausgegeben. Ab 600 Pixel Breite bricht die Seite zu dieser Version um. Davor gibt es verschieden definierte Ausgabestufen für unterschiedliche Tablet-Formate.

Steckbrief zur mobilen Optimierung von nextlevel.de

Design:
Responsive kombiniert mit Adaptive Design
Breakpoint zur mobilen Version:
600 Pixel Breite
Schnittstellen der Bewerbenseite:
Bewerbung über XING und LinkedIn
Launchzeitpunkt:
30. Juni 2014

Wie zu erwarten mussten wir bei der Umsattelung auf Responsive Design auch Dinge anfassen, die die Desktopversion betreffen. Ein wichtiges Thema dabei war page speed. Hier galt es nachzulegen, sollte auf den mobilen Geräten die Jobsuche über die Tag-Auswahl (Technologie, Aufgabe, Region) ebenso schnell und spielerisch sein wie am Desktoprechner. – Im Nachhinein lässt sich sagen, dass wir nach getaner Arbeit nun außer dem doch zufriedenstellenden Ergebnis auch den großen Vorteil genießen, lediglich eine Webseite betreuen und warten zu müssen.

Von der mobilen Jobsuche zur mobilen Bewerbung

Eine weitere Herausforderung beim Konzepten im Vorfeld war es, den Use-Case der mobilen Bewerbung richtig einzufangen. Aktuelle Studien wie die von indeed und Absolventa/der LMU München belegen nicht nur, dass die Suche nach dem passenden Job mobil geschieht (übrigens altersübergreifend), sondern dass zudem der ausdrückliche Wunsch besteht, sich auch per Smartphone oder Tablet direkt zu bewerben.

Mobiler Bewerbenbereich nextlevel.de
Der Bewerbenbereich in der mobilen Ausgabe.

Doch dabei ergibt sich eine neue Herausforderung: Wer hat schon standardmäßig seine aktuellen Bewerbungsunterlagen auf dem Smartphone hinterlegt oder in Straßenbahn und Wartezimmer die Muße, diese auf dem Tablet herauszusuchen und hochzuladen. Wir haben eine Lösung gewählt, die sich jetzt an der Realität messen muss. Der User hat hier die Möglichkeit, über 2 Klicks sein XING- oder LinkedIn-Profil als pdf zu generieren und als Bewerbung abzuschicken. Alternativ kann er den Weg via E-Mail wählen (und hier natürlich auch wieder beliebige Dokumente als Anhang auswählen). Wir hoffen, auf diese Weise auch mobil eine umkomplizierte Möglichkeit zur Bewerbung zu bieten. – In welchem Maße dies nun tatsächlich genutzt wird, werden dann mit der Zeit die Analytics-Zahlen knallhart zeigen. Wir werden diesbezüglich gerne weiter auf dem Laufenden halten.