Pressespiegel

LEITZIEL fragt next level: Wie findet man den passenden IT-Leiter?

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Welche Qualifikationen muss ein IT-Leiter mitbringen, was sollte er verdienen und worauf ist bei der Auswahl besonders zu achten? Das Magazin LEITZIEL der LEITWERK AG stellt in seiner zweiten Ausgabe 10 Fragen zur Thematik rund um die Besetzung von IT-Leitern bzw. CIOs. next level-Gründer Lars Fink antwortet gemeinsam mit dem Vorstand Technik der Leitwerk AG, Ralf Schaufler. Hier ein kurzer Überblick.

Titelblatt LEITZIEL-Ausgabe
In der LEITZIEL-Ausgabe 02/2014 wurden 10 Antworten auf 10 Fragen zu IT-Leitern gegeben.

Die Anforderungen: Macher mit hochgekrämpelten Ärmeln oder analytischer Stratege?

Die Anforderungen an einen IT-Leiter fallen laut Fink und Schaufler je nach Unternehmensgröße durchaus unterschiedlich aus. In mittelständischen Unternehmen sei eine ‘Mitanpack-Mentalität’ angebracht, wohl dosiert zwar, damit im operativen Tagesgeschäft der Blick auf die mittel- und langfristigen Projekte nicht verloren geht. Die wirtschaftlichen und technologischen Möglichkeiten gelte es weise auszuloten. Ressourcen sollten nicht vergeudet werden, nur um technologische Innovation um ihrer selbst willen durchzusetzen. Anders als im Konzern gehe es im Mittelstand auch oft darum, die IT-Dienstleister outgetaskter Spezialthemen zu steuern.

Die Anforderungen an einen IT-Leiter im Mittelstand variieren gegenüber denen im Konzern. Für beide gleichermaßen wesentlich sind jedoch Technologie-Begeisterung, Führungsstärke und Mitarbeitermotivation.

Im Konzern komme es deutlich mehr darauf an, neue und sicher auch manchmal unpopuläre Lösungen durchzusetzen und nach außen zu vertreten. Wettbewerbsfähigkeit und Industriestandards sollte der CIO hier stets vor Augen haben, Change Management groß schreiben und seine Abteilung im Gefüge der unterschiedlichen Fachabteilungen zu “vermarkten” wissen. Nach innen stärkt er seine Position, indem er für die Weiterentwicklung der eigenen Abteilung die konzerneigenen Möglichkeiten findet und nutzt.
Unabhängig von der Unternehmensgröße sei es jedoch wesentlich für jeden IT-Leiter, mit Technologie-Begeisterung und Führungsstärke die Mitarbeiter zu motivieren und seinen Bereich zielgerichtet weiterzuentwickeln.

Der Wert: Wie wichtig ist es, den passenden IT-Leiter zu finden und was darf er kosten?

Die Antwort auf die Frage nach dem Stellenwert der IT (und damit ihrer Leitung) fällt deutlich aus: “Die Qualität aller Geschäftsprozesse, aber auch die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit hängen unmittelbar mit der IT zusammen.” Personal, das eine strategische Lenkung der IT ermöglicht, trage unmittelbar zur Wertschöpfung bei. “Der IT-Leiter ist kein Computer-Fuzzi, er ist Hausarzt, Kardiologe und Reha-Spezialist in einem.” – Diese Verantwortung spiegelt sich natürlich auch im Gehalt. Abhängig von den zahlreichen beeinflussenden Faktoren in dieser Hinsicht (wie Standort oder Unternehmensgröße) sei im Mittelstand eine Spanne von 65.000 bis 120.000 Euro realistisch. Für die IT-Leiter gelte darüberhinaus aber genauso, was sich generell auf dem IT-Markt beobachten lässt: Geld allein überzeugt nicht; es sei wichtig, dass das Unternehmen für sich selbst und die Position begeistern kann.

Der IT-Leiter ist kein Computer-Fuzzi, er ist Hausarzt, Kardiologe und Reha-Spezialist in einem.

Die Auswahl: Was ist bei der Besetzung von IT-Leitungspositionen zu beachten?

Lars Fink rät ausdrücklich dazu, sich durch “Betriebsblindheit” nicht selbst zu schaden. Häufig würden Kandidaten mit großem Potenzial aussortiert, weil spezifischer Branchenkenntnis oder einseitiger Technologieerfahrung zu viel Gewicht verliehen wird. An erster Stelle sollten Führungsqualitäten und ein gefestigtes, weiträumiges Technologieverständnis stehen. Eine unabhängige Personalberatung mit Erfahrung und IT-Fokus könne bei der Kandidatenauswahl sinnvoll unterstützen.

Bei der Auswahl ist es wichtig, sich vor Betriebsblindheit zu schützen und im persönlichen Gespräch auf sprachliche Signale zu achten.

Im persönlichen Gespräch gelte es dann herauszufinden, ob der Kandidat in der Lage ist, seine Erfahrung gewinnbringend auf das Unternehmen zu übertragen. Dabei sei es bei der Suche nach Führungspersonal ganz besonders wichtig, auf die sprachlichen Signale zu achten. Ist der Kandidat in der Lage, seinen persönlichen Werdegang ehrlich und gleichzeitig souverän zu reflektieren? Kann er kommunikativ begeistern? Zudem sollte ein IT-Leiter, der seine Abteilung auch nach außen repräsentieren muss, in der Lage sein, fachliche Themen auch für Fachfremde verständlich darzulegen.

Grundsätzlich gelte, bei der Besetzung “am Ball” zu bleiben. Sei ein qualifizierter IT-Leiter wechselbereit, müsse man damit rechnen, dass bei ihm auch andere Angebote ins Haus stehen. Zu lange Bewerbungsverfahren könnten eine Entscheidung des Kandidaten negativ beeinflussen.

Der vollständige Beitrag ist nachzulesen in der LEITZIEL-Ausgabe 02/2014.