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I Want to Ride my Leasing-Bike! Bei next level geht der Trend zum Dienstfahrrad.

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Seit wir unseren Rahmenvertrag mit einem Leasingrad-Anbieter haben, erfreuen sich mehr und mehr Kollegen an ihrem hochwertigen Bike: Inzwischen gibt es bei uns viermal so viele Diensträder wie Firmenwagen – Tendenz steigend. Und nicht nur bei next level liegt die umweltfreundliche Lösung voll im Trend. Hier ein paar unschlagbare Argumente.

JobRad frisch aufgebaut
Nach der Probefahrt vom Händler frisch ins Büro geliefert: Gudruns Job-Dirtbike.

Sind Sie zufällig Radfahrer? Dann haben Sie es auf dem Weg zur Arbeit bestimmt auch schon mal bemerkt: An der Ampel warten seit einiger Zeit neben Ihnen einige auffallend schicke Bikes auf grünes Licht. Überholt werden die höchstens von Klapprädern mit E-Antrieb, auf denen Anzugträger wie aus dem Ei gepellt cruisen. Ein Trend zeichnet sich ab: Das Dienstfahrrad ist dank einer seit 2011 günstigeren Steuersituation mindestens so salonfähig geworden wie der Firmenwagen.

Das Dienstfahrrad vor und nach der Steuerreform

Das Prinzip des Dienstfahrrads gibt es schon länger, war allerdings aus rechtlichen Gründen bis 2011 wenig attraktiv. Die Gesetzeslage erlaubte zwar Geschäftsfahrten während der Arbeit, aber nicht darüber hinaus – streng genommen war nicht einmal die Rückfahrt nach Feierabend gestattet. Ende 2012 wurde das Dienstwagenprivileg jedoch auf Zweiräder, sprich: Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs (also E-Bikes, bei denen der Elektroantrieb nur anspringt, wenn der Fahrer selbst in die Pedale tritt) ausgeweitet. Das Rad darf seither für den privaten Gebrauch genutzt und ähnlich wie ein Dienstwagen versteuert werden.

Dabei werden die unterschiedlichen Vehikel nicht komplett gleich behandelt: Beim Rad stellt sich zum Beispiel nicht, wie beim Auto, die Frage, ob ein zweites unbedingt nötig ist. Der Inhaber eines Dienstfahrrads kann dieses seit 2012 pauschal mit 1% des Listenpreises (“geldwerter Vorteil”) versteuern. Bei Fahrrädern fällt der Dienstwagen-Aufschlag von 0,03% pro km des Anfahrtsweges weg bzw. dieser gilt nur für E-Bikes und S-Pedelecs, mit denen man schneller als 25 km/h fahren kann.

Vom Leasingbike zum Lieblingsbesitz

Zum Glück messen die Herrschaften von der Steuerbehörde die Geschwindigkeit nicht bei Sebastian nach, sonst müsste er die 0,03% am Ende doch noch abdrücken. Unser abenteueraffiner Kollege hat uns vor ein paar Jahren das Prinzip Jobrad nähergebracht und war einer der ersten, die von dem neuen Benefit Gebrauch machten. Zwar besaß Sebastian bereits das ein oder andere Zweirad, aber da er weder downhill noch auf langen, breiten, bestens asphaltierten Rennstrecken zur Arbeit fährt und Gemächlichkeit nicht sein Ding ist, fand er ein Trekkingbike die richtige Wahl. Gudrun nutzt ihr Fully-MTB hauptsächlich an den Wochenenden – und ist erst glücklich, wenn der Carbonrahmen unter dem Dreck des Waldes nicht mehr zu erkennen ist. Maike hingegen schwört tagtäglich auf gepflegtes Cruisen mit ihrem superschicken Vintagebike.

Gudrun Franzen MTB
So muss das! Gudrun macht von der Privatnutzungsklausel begeistert Gebrauch.

Dienstfahrrad: Wie rechnet sich das?

Das Jobrad sollte einen Wert von 749 Euro nicht unterschreiten, da sich für den Fahrradanbieter der Verwaltungsaufwand ansonsten nicht rechnen würde. Manch ein Leaser sieht sich so erstmals in der Lage, nach einem sehr hochwertigen Rad Ausschau halten zu dürfen – was angesichts der heutigen Carbonräder und E-Bikes kein Problem ist. Eine stabile, saubere Verarbeitung des Rads (und damit die Aussicht auf Fahrspaß über den Leasingzeitraum hinaus) ist Voraussetzung. Neben der Einhaltung gewisser Qualitätsstandards spielt bei der Wahl auch die Verkehrssicherheit nach StVO eine wichtige Rolle: Ein BMX ohne Bremsen käme zum Beispiel nicht infrage. Und: Das Schloss für das gute Stück muss mindestens 50 Euro kosten. Ist das teure Rad nämlich nicht diebstahlsicher abgestellt, so kann es passieren, dass der Arbeitnehmer wegen Fahrlässigkeit zur Kasse gebeten wird, und zwar für den kompletten Kaufpreis abzüglich der schon gezahlten Raten. Deshalb wird eine Versicherung ebenso mit ins Paket gepackt wie (optional) eine jährliche Komplettinspektion.

Bei dem Modell handelt es sich um eine Win-Win-Situation. Das Unternehmen profitiert von einem rückläufigen Krankenstand dank sich bewegender Mitarbeiter. Die Investition in Fahrräder statt Autos (und platzsparende Rad- statt Autoparkplätze) demonstriert anschaulich das erhöhte Umweltbewusstsein einer Firma. Für den Fahrer bedeutet das Modell Freiheit von Staus und überfüllten Bahnen, Umweltschutz sowie je nach Strecke mal mehr, mal weniger sportliche Betätigung. Und nicht zu vergessen: ein Rad, wie man es sich selbst meist nicht leisten würde.

Rechnen wir das Ganze zur Veranschaulichung an einem fiktiven Beispiel durch: Arbeitnehmer XY verdient im Monat 4.000 Euro brutto. Er wählt ein Rad für 2.000 Euro aus. Mit Inspektionspaket und Versicherung ergibt sich ein Gesamtwert von 2.388 Euro für drei Jahre. Die monatliche Leasingrate beträgt 36 Euro, die ihm nach dem Modell der Gehaltsumwandlung vom Bruttogehalt abgezogen werden. Bei Steuerklasse I bekäme er so monatlich 2.328 Euro statt 2.364 netto ausgezahlt. Nach Ende der dreijährigen Laufzeit hat der Arbeitnehmer auf diese Weise für das Rad nur knapp 1.300 Euro bezahlt und würde es für circa 10% des Kaufpreises, also 200 Euro, endgültig übernehmen können. Locker 500 Euro gespart für ein phänomenales Bike.

JobRad-Rechner
Die Anbieter stellen auf ihren Seiten individuelle Rechner fürs Traumrad zur Verfügung.

Drum prüfe, wer sich 3 Jahre bindet

Bevor man sich für die Anschaffung eines Dienstfahrrads entscheidet, sollte man sich über eins im Klaren sein: Die Laufzeit des Leasingvertrags beträgt drei Jahre. Wer vorhat, in absehbarer Zeit zu kündigen, ist daher nicht der ideale Kandidat für das Modell. Unmöglich ist das Abschließen eines Leasingvertrags in dieser Situation jedoch nicht: Im besten Falle übernimmt ihn der neue Arbeitgeber und zahlt sogar einen Teil dazu. Streng genommen gehört der Leasingvertrag und damit das Rad jedoch dem alten Arbeitgeber. Wenn der es lieber einem anderen Mitarbeiter vermachen will, anstatt es dem scheidenden mitzugeben, so darf er dies tun. Der neue Radler freut sich über eine geringere Leasing-Laufzeit, der ehemalige muss die schon gezahlten Raten zähneknirschend als Leihgebühr für seine Zeit mit dem Rad hinnehmen.

Die Abwicklung: So einfach wie Radfahren

Wofür man sich letztlich auch entscheidet: Der Weg zum Dienstfahrrad ist denkbar einfach. Unternehmen schließen mit Anbietern wie LeaseRad, Business Bike, Eurorad, Velomotion oder Mein-Dienstrad einen Rahmenvertrag ab. Diese arbeiten mit Fahrradgeschäften zusammen, bei denen der Arbeitnehmer ein Bike auswählt. Der Arbeitgeber zieht monatlich einen Betrag vom Gehalt ab, mit dem er die Leasingraten begleicht. In manchen Fällen beteiligt sich das Unternehmen ebenfalls an den Raten, wodurch der Arbeitnehmer günstiger wegkommt. Der Arbeitgeber kann die anfallenden Kosten als Betriebsausgaben nutzen. Die Gehaltsumwandlung ist allerdings das gängigste Vorgehen beim Radleasing. Nach einer Laufzeit von drei Jahren macht der Leasing-Anbieter dem Arbeitnehmer ein Angebot über den Restwert des Fahrrads. Derzeit wird der Restwert in der Regel mit 10% des ursprünglichen Kaufpreises berechnet. Aufgrund der Leasing-Erlasse der Finanzverwaltung kann dieser Prozentsatz jedoch nicht pauschal im Vertrag festgehalten werden.

“Die Abwicklung war ganz easy”, erklärt Sebastian. “Ich habe mir einen Anbieter herausgesucht, der mit Jobrad zusammenarbeitet und bin dort mehrere Räder probegefahren. Das ist das Wichtigste, denn solch ein teures Rad kauft man sich einmal im Leben, und da muss es einfach perfekt sein. Sich online für ein Rad zu entscheiden, halte ich für unklug.” Wenige Tage nach Vertragsabschluss stand Sebastians neues Bike im Büro und hat sich seither auf vielen Touren – nicht nur zur Arbeit und zurück – bewährt. Es wird sicher nicht das letzte sein.