Irgendwo mitten im Internet

Hitzewelle 4.0

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Da ist es wieder, dieses Sommerloch. Zumindest den ersten Teil des Wortes kann man aktuell nur bestätigen. Bei angenehmen 40° C in den kühleren Büros – die angeblich vorhandene “Deckenkühlung” arbeitet leider unmerklich auf Hochtouren – schlagen die Schweißtropfen stärker in die Tastatur als die eigenen Finger. Und auch anderswo bemerkt man ein gewisses Loch: nämlich bei USB-Ventilatoren im Online-Handel.

Montage der Produktbilder von nicht verfügbaren USB-Ventilatoren auf Amazon
Bald wieder verfügbar, nämlich, wenn das Wetter wieder schlechter wird: USB-Ventilatoren. (Quelle: Amazon, Montage: Daniel Martin)

Und was macht man in einer IT-Personalberatung, um sich zu behelfen, wenn diese alle ausverkauft oder zumindest kurzfristig nicht mehr im Lager sind? Na klar, man plündert den Hardware- und Serverraum nach ausgemusterten PWM-Lüftern und schließt sie MacGyver’esk mit Büroklammern und Blumendraht an einen 9V-Block an. So macht es zumindest Kollege Stange. Natürlich wären wir hier alle derart raffiniert, nur die hitzeinduzierte Faulheit lässt uns zur Zeit eher eidechsengleich unterm metaphorischen Felsen hocken. Wie auch immer: Vertraut uns, die Lüftermethode versorgt euch schneller mit frischer Luft. Zur Not hat sonst der Kölner Stadtanzeiger noch ein oder zwei praxisnahe Tipps für Gadgetfans auf Lager, wie man am besten mit der Hitze klar kommt.

Bürohund Paul leidet auch unter der Hitze.
Bei der Hitze geraten nicht nur wir ins Hecheln.

Abgesehen davon: Das “Hitzefrei” ist glücklicherweise nicht nur ein lange vergessenes Konstrukt aus der Schulzeit, sondern theoretisch auch im Berufsleben eine Sache. Allerdings sind dafür schon extreme Umstände nötig: So sind im Arbeitsrecht ab 26 Grad Raumtemperatur erstmal nur genügend Getränke und ein gelockerter Dresscode vorgeschrieben. Ab 30 Grad muss der Arbeitgeber dann schon eine Verschiebung der Arbeitszeiten nach vorne oder einen Umzug in kühlere Räume ermöglichen. Erst ab 35 Grad Raumtemperatur wird’s dann interessant – beziehungsweise ernst: Wenn keinerlei effektive Gegenmaßnahme mehr ergriffen werden kann, muss der AG seine Mitarbeiter von dannen ziehen lassen. Kein Wunder, bis zu akuten körperlichen Auswirkungen ist es ja dann nur noch ein schmaler Grad.

Also: Geeks und Nerds vereinigt euch. Zeigt der Hitze die kalte Schulter, zur Not mit PC-Lüftern. Und seid nett zu euren Admins, dann bekommt ihr auch welche. ;-)

Viele Grüße aus der next level-Redaktion – und auf dass der Hitzschlag euch nicht holen möge!