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Freelancer-Kompass 2019: Wie geht’s, Freiberufler?

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Auch dieses Jahr hat freelancermap.de wieder eine umfassende Studie zum Freelancing durchgeführt und über 1.000 Fragebögen aus der DACH-Region zu relevanten Themen der Freiberuflichkeit ausgewertet. Die Ergebnisse präsentiert uns niemand Geringeres als Magnus Gernlein, Leiter des Kooperationsmanagements bei freelancermap – danke für diesen interessanten Einblick in den Status Quo der Freelancer-Szene!

Mann mit Laptop vor Gras-Tapete
Arbeiten, wo's beliebt: Freelancing liegt weiter voll im Trend. Bildquelle: Johnny Lindner/Pixabay.

Hohe Zufriedenheit und steigende Verdienstmöglichkeiten

Die wichtigsten Faktoren im Job sind für die meisten Menschen Zufriedenheit und ein gutes Einkommen. Beide Aspekte sind der Studie zufolge gut abgedeckt. Wer als Freiberufler arbeitet, der verdient dieses Jahr im Schnitt 2,84 Euro mehr pro Stunde als noch 2018. Der durchschnittliche Stundensatz liegt damit bei 93,89 Euro.

Stundensatz der Freelancer 2019
Knapp 94 € Stundensatz sind im Durchschnitt mit Freelancing zu verdienen. Alle Grafiken: Freelancer-Kompass 2019, freelancermap.de.

Diese Dimensionen erreichen Berufsanfänger verständlicherweise noch nicht, besonders wenn sie jünger als 30 Jahre alt sind. Dann kommen sie im Schnitt auf 74,25 Euro. Doch danach steigt das Einkommen rasant an. Bis zum vierzigsten Lebensjahr sind es im Mittel bereits knapp 90 Euro pro Stunde. Wer ausreichende Qualifikationen besitzt und gleichzeitig bereit ist, bis ins Seniorenalter zu arbeiten, der darf sich auf bis zu 106,25 Euro in der Stunde freuen. Diesen Satz erzielen Vertreter der Altersklasse über 69 im Schnitt.

Grafik Spektrum der Freelancer-Stundensätze 2019
Das Spektrum der Freelancer-Stundensätze ist natürlich groß.

Wenig überraschend ist die Einkommenszufriedenheit unter den Freelancern mit 74,09 Prozent außerordentlich hoch. Wer unzufrieden ist, verfügt oftmals noch über wenig Projekterfahrung und kann deshalb seinen Stundensatz nicht weiter nach oben schrauben.

Einkommenszufriedenheit der Freelancer 2019
Knapp 75% der Freelancer sind mit ihrem Einkommen zufrieden.

Die IT-Branche ist klar im Vorteil

Der klassische Gutverdiener unter den Freelancern ist, wie auch in den Jahren zuvor, Experte im Bereich SAP. Wer in diesem Bereich als Freier Mitarbeiter gebucht wird, der verdient überdurchschnittlich und ist in der Regel auch nochmals zufriedener mit seinem Einkommen als der Durchschnitt. Auch, wer sich mit komplexen IT-Infrastrukturen auskennt, hat in aller Regel gut lachen.

Einkommenszufriedenheit der Freelancer 2019 nach Branchen
Über schlechtes Einkommen können sich SAP-Freelancer am wenigsten beschweren.

Nachholbedarf beim Gender Gap

Zwar müssen sich Freelancer aktuell wenig Sorgen über ihren Verdienst machen – das monatliche Nettoeinkommen beträgt momentan durchschnittlich 6.921,66 Euro – doch bei der Ungleichheit der Bezahlung zwischen Frauen und Männern gibt es noch einiges an Nachholbedarf. Auch 2019 öffnet sich eine unschöne Schere zwischen dem Einkommen der Geschlechter: Männer kommen auf einen durchschnittlichen Stundenlohn von 94,66 Euro, Frauen erhalten hingegen lediglich 87,63 Euro.

Gender Gap im Freelancing 2019
Gender Pay Gap: In Sachen Gleichberechtigung ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Der Preis des Preises: Projekte, Akquise und Buchhaltung

Der Arbeitsalltag von Selbstständigen unterscheidet sich teils deutlich von dem ihrer fest angestellten Kollegen. Freelancer müssen anders als Festangestellte viel Zeit auf Akquise und Buchhaltung aufwenden. Die eigentliche Projektarbeit schlägt monatlich mit durchschnittlich 19 Tagen zu Buche. 2,35 Tage widmen sich Freelancer pro Monat im Schnitt der Projektakquise, 1,33 Tage der Buchhaltung.

Zeitaufteilung unter Freelancern
Um 17 Uhr den Stift fallen lassen ist nicht: Freelancing bedeutet auch unliebsame Zusatzaufgaben.

Fazit und Ausblick auf 2020

Für das kommende Jahr sind etwa die Hälfte der Befragten hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage positiv gestimmt. Optimismus keimt vor allem bei jenen Freelancern auf, die im Bereich IT tätig sind. Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, IT Sicherheit, Cloud-Dienstleistungen und Big Data begünstigen die rege Nachfrage nach Profis – was eine IT-Personalberatung wie next level eindeutig bestätigen kann.

Zukunftsthemen Freelancing 2019
Technologische Entwicklungen machen Freelancing noch reizvoller (und lukrativer) als zuvor.

Hier geht’s zu einer früheren Studie übers Freelancing, die wir gemeinsam mit unseren Freiberuflern betrachtet haben – viel Spaß beim Weiterlesen!