Meet the Geek

Folge 1: Der Java-Entwickler

gepostet von am

Foto Thomas Gatzka

Name:
Thomas Gatzka
Alter:
36
Beruf:
Java-Entwickler, IT-Consultant
Unternehmen:
Thomas ist Freelancer, u.a. bei PayPal

Thomas ist einer der “Geeks”, die uns kürzlich besucht haben. Für ihn gibt es keine Alternative zum Coden, ein paar Legosteine waren für seinen Entwickler-Erfolg möglicherweise genauso wichtig wie sein Studium an der Hochschule und bei ihm muss es “unter der Haube” immer glänzen.

Über “Meet the Geek”

Zum Berufsbild Java Entwickler

Thomas, ganz spontan und ohne zu überlegen: Was magst du so sehr am Coden?

Es geht mir einfach um die Sache selbst. Schon seit ich ganz jung bin, verspüre ich den Drang, Dinge zu bauen und zu konstruieren, neue Welten zu erschaffen. Und genau das machst du als Coder. Es ist ein sehr kreativer Prozess. Und nach den ersten Erfolgserlebnissen hat man den Zug und es lässt einen nicht mehr los. Ich arbeite dabei mittlerweile am liebsten im Backend, aber auch das Frontend hat auf jeden Fall seinen Reiz. Da hat man noch einmal mehr den Kick-Moment, wenn man etwas Neues gebaut hat und das dann auch direkt visuell präsentieren kann.

Bei dir sieht man das Funkeln in den Augen, wenn du vom Entwickeln sprichst. Aber trotzdem frage ich: Hätte es für dich eine berufliche Alternative gegeben?

Im Grunde nicht. Es gab mal bei der Wahl des Studiums die kurze Überlegung, ob ich Maschinenbau machen soll. Aber dann war doch schnell klar, dass ich Informatik studieren möchte.

Kannst du sagen, woher diese frühe Entschiedenheit kam?

Schon als Kind habe ich es geliebt, Dinge nach meiner Vorstellung zu konstruieren, zunächst bevorzugt mit Lego. Dann kam die Faszination für die ersten Homecomputer der 80er. Wieder etwas später habe ich am PC meines Bruders die ersten Schleifen programmiert. Man könnte also sagen, ich habe mittlerweile mein Hobby zum Beruf gemacht. An der FH waren mir dann die theoretischen Ansätze zum Teil zu fern von dem, was ich eigentlich machen wollte. Über einen HiWi-Job bin ich dann schließlich ganz konkret zum Entwickeln gekommen. Das war grandios und es stellte sich nach meinem Abschluss dann auch nicht mehr die Frage, dass ich genau das beruflich machen wollte.

Und hat sich seit dieser Anfangszeit als Entwickler in der Sache etwas verändert?

Ja und nein. Auch jetzt steht noch wie damals ein kreativer Prozess hinter der Lösungsfindung, der sich von der ersten Planung bis zur letztendlichen Umsetzung erstreckt und der sehr vom persönlichen Ansatz geprägt ist. Aber als Java-Entwickler habe ich mittlerweile den Anspruch, dass es am Ende nicht einfach nur funktioniert, sondern dass eine möglichst elegante und “saubere” Lösung gefunden wird - jenseits von Spaghetti-Code. Ich sage immer: Wenn man die Haube aufmacht, muss es darunter glänzen!

Vielen Dank!